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Karina

„Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen.“

Es gibt Menschen die mit Wasserfluten, Schneemassen, tödlichem Erdbeben, mit Krankheit und Tod, aber auch mit dem Wunder jeder Geburt, mit der Pracht des Sternenhimmels und der schier unerschöpflichen Fülle von Farben und Formen nicht fertig werden, indem sie sie nur zur Kenntnis nehmen und dann ungerührt zur Tagesordnung übergehen, sie suchen nach dem, was Sinn gibt, was dauerhaft und verlässlich ist.

Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist Glück, was ist Liebe? Was hält, was vergeht? Die Sehnsucht nach dem ganz Großen verbindet die Suchenden......

Ich finde sie im Kloster!

Kloster auf Zeit- Gott und sich selber finden

Raus aus der Hektik des Alltags, durchatmen und neue Kräfte sammeln in der Gastfreundschaft einer klösterlichen Gemeinschaft.

Was meint „Kloster auf Zeit“?

Es meint die Teilnahme am Leben einer klösterlichen Gemeinschaft auf Zeit z.B. für vier Wochen oder auch kürzer.

Es meint raus aus der Hektik des Alltags und zu sich selber finden können. „Denn was würde es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, an seiner Seele aber Schaden leidet?“ Mt 16, 26

Es bietet die Möglichkeit die Dinge des Alltags neu zu definieren und ihnen eine neue Bedeutung zuzumessen. Denn es muss doch mehr geben als Geld, Status und Konsumbefriedigung.

Es meint die freiwillige Teilnahme am gemeinsamen Stundengebet, das den Tag der Ordensleute unterbricht und strukturiert. Im Zentrum stehen dabei alttestamentliche Psalmen, die gesungen oder einfach nur gesprochen werden. Dieses Gebet verbindet alle Betenden zu einer großen geistigen Gemeinschaft und trägt eine alte Faszination in sich.

Es meint die freiwillige Teilnahme an der täglichen Messfeier der Gemeinschaft.

Es bietet die Möglichkeit der Mitarbeit im Garten oder in der Küche usw. des Klosters.

Es handelt sich dabei um eine „Erfindung“ der Benediktinerabtei Niederaltaich im Jahre 1962 auf Initiative des Vorsitzenden der Münchner Bauland – Gesellschaft, Gerhard Höpner und Pater Ansgar Ahlbrecht. Es handelt sich um eine fruchtbare Begegnung für beide Seiten und es meint die Erfahrung von menschlicher Nähe und Güte, Hilfsbereitschaft und Liebe und das Angenommensein, so wie man ist.

Ich selbst konnte all dies erfahren und kehre nun mit großer Ausgeglichenheit und neuer Glaubenskraft in diese turbulenten Zeitläufe zurück.

Auf meiner Heimfahrt vom Kloster der Schwestern Salvatorianerinnen von Meran war ich sehr still. Ich wagte kaum über das Erlebte nachzudenken, weil ich wusste welch große Traurigkeit mein Herz erfüllen würde über den Abschied von Meran. Dieser Ort war für kurze Zeit mein Zuhause. Doch ich wusste in meinem Innersten, dass Gott in meinem Rucksack sitzt. Er begleitet mich, egal wo ich bin, und das tröstet mich ungemein.

Eure Karina
(Diplomtheologin aus Würzburg)

Erfahrungsberichte

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