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Jennifer

...wer will schon ins Kloster?

„Was hast du denn vor, wenn die Klausuren vorbei sind?"

„Weiß ich noch nicht so recht. Zuerst geht es eine Woche ins Kloster und dann sehen wir weiter."

„Ins Kloster? Was willst du denn da?"

Mit meiner Überlegung, für eine begrenzte Zeit in der Gemeinschaft der Salvatorianerinnen zu leben, bin ich bei vielen auf Unverständnis und Verwunderung gestoßen. Wer will schon ins Kloster, der sicherlich strikten Ordnung der Gläubigen folgen, sich über Gott und Jesus unterhalten und den ganzen Tag mit beten verbringen? Meine Freunde und Bekannten konnten sich doch angenehmer und reizvoller gestaltete Ferien vorstellen.

Ohne bisherige Erfahrung mit einer Ordensgemeinschaft wollte ich es doch unbedingt ausprobieren und für den bescheidenen Zeitraum von einer Woche schauen, wie es mir ergeht. Mit viel Offenheit auf beiden Seiten hat das gut funktioniert.

Schon vor meiner Ankunft hatte ich eine grobe Vorstellung davon, dass mich sicherlich einiges erwarten wird, aber keine Eintönigkeit oder Langeweile. Der gewissermaßen geordnete Tagesablauf hat immer Freiräume und genug Zeit für eigene Unternehmungen gelassen. Gleich zu Beginn meines Aufenthalts zum Beispiel haben wir eine unvergessliche Nachtwanderung mit anschließender Bergmesse bei Sonnenaufgang unternommen. Die Schönheit der Natur und die Gemeinschaft haben zu diesem Erlebnis beigetragen; es hat sich wirklich gelohnt.

Umgeben von Apfelhängen, Weinfeldern und Bergspitzen habe ich einige spirituelle und sehr emotionale Momente genießen können, während des Morgengebets, in der abendlichen Messe oder bei eigenen Unternehmungen in der Umgebung.

Mir wurde sehr viel Liebe und Freundlichkeit entgegengebracht und auch Verständnis für die Eingewöhnung. Man hörte einander zu und ging rücksichtsvoll miteinander um, eine sehr angenehme Atmosphäre.

Meine Mitarbeit im Garten hat mir große Freude bereitet und dazu beigetragen, dass ich mich als ein Teil der Gemeinschaft fühlte. Die Schwestern versuchten kontinuierlich mich zu integrieren und ließen mich gewähren, wenn ich mich lieber zurückzog.

Mir hat diese kurze Auszeit sicherlich geholfen, mich auf das zu besinnen, was mir wirklich wichtig ist und mich und mein Leben ausmacht. Die Herausforderung besteht nun darin, mir diese Erkenntnisse stets ins Gedächtnis zu rufen und in Zukunft anzuwenden.

Ich habe mich wirklich wohlgefühlt und hoffe sehr, die Schwestern noch einmal wiederzutreffen. Mit meinen positiven Erfahrungen habe ich viele skeptische Bekannte überrascht. Vielleicht passt es nächsten Sommer wieder und ich bringe sogar die eine oder andere Bekannte mit :)

Jennifer  (D)

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